Man lernt nie aus

16.02.2016Neuseeland, Nordinselabenteuer
(0 Bewertungen)Long Bay, Orewa, Shakespear Regional Park
So fühlt sich das also an: Autokauf in Neuseeland. Das haben wir auch geschafft. Geschockt, überglücklich und stolz und auch mega aufgeregt verbringen wir nun die ersten Nächte in unserem frisch erstandenen Campervan. Natürlich muss man sich nun erstmal an alles gewöhnen: wo kommt was hin, wie funktioniert was und wann muss man auf was achten. Ach - wie findet man eigentlich einen passenden Stellplatz?
Glücklich in freier Natur

Wir brauchen mehr (von Martys) Power

Ok, wir sind momentan noch Campervan Anfänger und gucken ein bisschen ratlos: Wohin mit dem Abwasser, dem sogenannten Grey Water?! Zum Glück erweist sich unser Standplatznachbar als erfahrener Camper, der uns helfen kann. Naja man lernt ja nie aus. Eine Familie aus der Nähe von Jena mit großem Wohnmobil. Die Zwillinge sind schon ein bisschen um uns herum geschlichen, als sie spielten. Als wir von unserem Vorhaben erzählten, ging ein breites Lächeln bei unserm Gegenüber auf - er hat mit seiner Frau vor zehn Jahren genau dasselbe gemacht: Alles verkauft, losgefahren. Heute nehmen sie sich die Zeit mit ihren Kleinen. Und die Moral: „es ist nicht weniger intensiv und die Kleinen sind ein echter Türöffner. Können wir nur empfehlen“. Ok wir merken es uns vor, es bleiben ja doch wahrscheinlich ein paar Länder offen, die wir nicht schaffen.
Anschließend organisierten wir bei unserer Bank, in der Filiale Orewa - ganz nebenbei ein schnuckeliger kleiner Badeort - die Nachweise für die Beantragung der tax number (IRD). Als uns dann anschließend im Van der Strom für den Laptop ausging, merkten wir, dass da was fehlt. Also fuhren wir zum Baumarkt und dann zu einem uns empfohlenen Autozubehör Händler und kauften uns auf deren Hinweis einen Power Inverter (Gerät, dass 12V in 220-240V Strom umwandelt) - so viel zum Thema: man lernt nie aus - um von der Zweitbatterie im Notfall Strom für größere Geräte zapfen zu können. Abschließend wurde im Shakespear Regional Park das erste Mal in NZ gegrillt. Ein dicker Brocken Lamm kam auf den elektrischen Grill, von denen in den Parks etliche kostenlos und 24h am Tag zur Verfügung stehen. Super Service für alle, die den Nationalpark besuchen.
Natur pur und ehrenamtliche Nachbarn
Nachdem es uns dort so gut gefallen hat, buchten wir kurzerhand eine weitere Nacht beim Auckland Regional Council, dem „Betreiber“ der hiesigen Regional-/Nationalparks. Auffällig war, dass hunderte, tausende, vielleicht sogar einige phantastillionen Zirkaden in und um die uns umgebenden Bäumen saßen und so kräftig mit ihren Flügeln schlagen (oder wie doch auch sonst ihren ohrenbetäubenden Lärm machen), dass wir uns anschreien mussten, um uns zu verstehen. Wirklich, ehrlich: wir fühlten uns, als hätten wir Watte in den Ohren. Nach einem sehr netten und intensiven Schwatz mit unseren Magdeburger Nachbarn, die uns versicherten, es gäbe sonst nur Deutsche aus den alten Bundesländern (uns ging's bisher ja nur anders), ging's ab zum Strand. Zurückgekommen lernten wir andere Nachbarn kennen: Mike & Robin - ein neuseeländisches Pärchen jenseits der 75, dass im Campervan immer noch das Land erkundet und genießt. Mike ist super freundlich und sehr lebensfroh und weil er nicht mehr so gut laufen kann, radelt er eben zum Klo, Strand oder wo er sonst so hin will.
Während wir den Rest des Tages damit vergeudeten, unsere CV's (Lebensläufe) zu aktualisieren bzw. auf Englisch zu übersetzen, halfen die beiden als Volunteers bei der Parkpflege mit: Jeden Dienstag treffen sich Freiwillige, um nötige Arbeiten mit den Angestellten durchzuführen, die die Schönheit der Parks erhalten, die gefährdeten Tierarten besser schützen oder einfach zum Wohlfühlen beitragen. Einfach ein tolles gesellschaftliches Engagement. Wieso tun wir uns in Deutschland mit sowas eigentlich so schwer?
Abenteuer-Übersicht
2adventurers Fotos aus
Long Bay & Shakespear Regionalpark
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Long Bay & Shakespear Regionalpark

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